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Partydrogen - Tanz auf dem Vulkan

Partydrogen gehören heute vor allem in der Technoszene praktisch zum Alltag. Nach Erkenntnissen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) haben bereits 27% der 12- bis 25-Jährigen Erfahrungen mit solchen Drogen gesammelt. Doch die Trips haben nicht nur schöne Seiten, sondern können für die "Reisenden" zum ernsten Problem werden. Neben Herz-Kreislaufstörungen, substanzinduzierten Psychosen sowie Unfällen und Krankheiten, die aus erhöhtem Risikoverhalten resultieren können, droht langfristig physische und psychische Abhängigkeit. Mischkonsum, d.h. Kombinationen verschiedener Substanzen kann das Risiko weiter erhöhen.

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Lifestyle- bzw. Partydrogenkonsum ist ein vor allem in Kreisen Jugendlicher und junger Erwachsener weit verbreitetes Ritual. Der Begriff „Partydrogen“ bezieht sich auf eine breite Stoffpalette, die je nach Substanz gefühls- und leistungssteigernde, wahrnehmungsverändernde sowie entspannende Wirkungen aufweisen.
Zu der ersten Gruppe zählen vor allem synthetische Drogen wie MDMA (Ecstasy), Speed und Halluzinogene wie LSD. Ecstasy führt zu subjektivem Wohlbefinden, es fördert das Einfühlungsvermögen in die Gefühle anderer Menschen und wird daher auch als „Harmoniedroge“ bezeichnet. Gleichzeitig reduziert es die Wahrnehmung von Erschöpfung und Müdigkeit.

Speed ist in seiner Wirkung dem körpereigenen Adrenalin sehr ähnlich und wird als Aufputschmittel benutzt, da der Konsum zu Leistungssteigerung und/oder euphorischer Wirkung führt. Dies geschieht dadurch, dass natürliche Schutzmechanismen des Körpers aufgehoben werden und körpereigene Botenstoffe manipuliert bzw. in den Kreislauf ausgeschüttet werden. Hunger, Durst, Müdigkeit und Erschöpfung werden nach dem Konsum stark vermindert.

Halluzinogene wie LSD, Pilze (z.B. Fliegenpilz, Peyote-Pilze/Meskalin) oder Thaipillen sind Drogen, die Sinnestäuschungen hervorrufen. Dazu zählen Veränderungen des Zeit-, Raum- und Körpergefühls (z.B. Gefühl, seinen Körper zu verlassen), Illusionen (Verkennungen), Halluzinationen (Wahngebilde), Beschleunigung des Gedankenablaufs, Farb- und Bildervisionen. Geräusche werden deutlicher wahrgenommen, Musik körperlich empfunden.

Eine beruhigende, entspannende Wirkung wird vor allem durch den Konsum von Cannabis angestrebt, es ist damit eine typische Chill-Out-Droge.

Der Konsum dieser Substanzen birgt jedoch eine Reihe von Risiken und Nachteilen. Problematisch wird es, wenn Partydrogen aus unbekannten, potentiell dubiosen Quellen bezogen werden. Hierbei kann man nie sicher sein, welche Stoffe im einzelnen enthalten sind und wie die Qualität zu beurteilen ist. Generell wird die Verminderung ihrer Wirkung als unangenehm erlebt, es kann am Folgetag zum „Kater“, unter Umständen mit depressiven Verstimmungen kommen. Die Einnahme von Ecstasy und Speed, zusammen mit körperlicher Verausgabung, kann zu Überhitzung und Flüssigkeitsverlust führen. Mögliche Folgen können Herz- und Kreislaufstörungen bis hin zum Kollaps sein, im extremen Fall sogar mit tödlichem Ausgang.

Alle Substanzen vermindern die Fähigkeit zu planvollem verantwortlichem Handeln. Dadurch setzt man sich unter Umständen dem Risiko von Unfällen bei der Teilnahme am Straßenverkehr aus oder der Gefahr von Erkrankungen, die aus ungeschütztem Geschlechtsverkehr resultieren. Bei allen Drogen kann es außerdem generell zu einer psychischen Abhängigkeit kommen.

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